Der große SEO-Gesundheitscheck für deine Webseite – Teil 1


Da dieser Artikel doch recht ausführlich geworden ist, wird der Gesundheitscheck in zwei Artikel zusammengefasst. In diesem ersten Teil des SEO-Gesundheitschecks wird sich alles um die Suchmaschinenoptimierung deiner Webseite mit Hilfe von WWW-Redirect, Broken Links, Meta Tags, Verwendung von Seitentiteln und Überschriften sowie Beseitigung von Duplicate Content und Anlegen von Fehlerseiten drehen.
Ich persönlich wende ihn auf alle meine neuen Projekte an, um die bestmögliche Suchmaschinensichtbarkeit zu gewährleisten und somit das Ranking zu verbessern
Solltest du mit deinem neuen oder schon älteren Blog immer noch um die Gunst der Suchmaschinenplatzierungen kämpfen, so könnte eine der folgenden „Krankheiten“ die Ursache dieses Problems sein.

Der WWW-Redirect fehlt

Der WWW-Redirect stellt im Grunde eine simple Weiterleitung deines Blogs von der nicht www-Version (htttp://blogbetreiber.de) zu der www-Version (http://www.blogbetreiber.de) dar, oder genau andersrum. Es ist egal für welche Weiterleitungsrichtung du dich letzten Endes entscheidest, solange du dich überhaupt für eine entscheidest.
Die Weiterleitung wirkt sich nämlich nicht nur auf die Benutzerfreundlichkeit aus, sondern bewirkt vor allem, dass die Suchmaschinen die Gewichtung deiner Inhalte nicht mehr auf zwei verschiedene Seiten verteilen müssen, wodurch sich das Ranking deiner Seite enorm verbessert.

Solltest du einen Wordpressblog betreiben so ist die Weiterleitungsumstellung im nu erledigt.

  • Log dich in den Admninistratorbereich ein
  • Klicke auf das Menü „Einstellungen“
  • In die beiden Felder „Wordpress Adresse (Url)“ und „Blogadresse (Url)“ trägst du nun eine identische Adresse ein. Solltest du dich für die nicht-www Variante entscheiden, so würdest du http://meinblog.de in beide Felder eintragen.
  • Nun fehlt nur noch das Speichern der Einstellungen und schon funktioniert die Weiterleitung deines Blogs auf nur eine Adresse.


Redirect mit Hilfe der .htaccess-Datei

Alle anderen müssen an dieser Stelle etwas mehr leisten, aber auch hier ist das Ziel im nu erreicht.

  • Erstelle eine neue .txt-Datei mit dem Namen „.htaccess“ . Wichtig ist, dass ihr an den Punkt vor dem Wort denkt, denn das ist wichtig an dieser Stelle.
  • Danach öffnet ihr die Datei und kopiert folgendes hinein:

    RewriteEngine on
    RewriteCond %{HTTP_HOST} ^meinblog.de
    RewriteRule (.*) http://www.meinblog.de/$1 [R=301,L]
  • Denkt daran die Stelle “meinblog.de” mit eurer eigenen Adresse zu ersetzen, sonst wird die Weiterleitung nicht funktionieren.

  • Habt ihr auch diesen Schritt erledigt, speichert ihr die Datei ab und lädt sie auf euren Webserver in das Hauptverzeichnis eures Blogs.



Wenn ihr nun versucht auf beide Versionen eurer Seite zuzugreifen werdet ihr sehen, je nach gewählter Umleitungsrichtung, dass nur noch die www.- Version oder eben die nicht www-Version angezeigt wird.

Seitentitel

Der Titel von Seiten hat enormen Einfluss auf die Suchmaschinenrankings deines Blogs beziehungsweise deiner einzelnen Artikel. Deswegen solltest du deine Artikelüberschriften und deine -Tags so individuell einzigartig wie möglich gestalten.
Das soll nun nicht heißen, dass du dir irgendetwas ausdenken sollst, was am Ende jeden potentiellen Leser abschreckt. Orienteire dich einfach an dem Inhalt der jeweiligen Seite und füge dem Titel passende Keywords hinzu.
Versuch die wichtigsten Keywords an den Titelanfang zu setzen und verzichte nach Möglichkeit auf die Wiederholte Nennung deines Seitennamens.

Duplicate Content – Gleiche Inhalte doppeltgemoppelt

Während dieses Problem eng verwandt mit dem Dilemma des WWW-Redirect ist, so geht es hier mehr um die interne Verlinkung der Webseite. Das Problem am Duplicate Content, auch wenn es nicht 100% nachweisbar ist und Google sagt, sie würden ihn nicht abstrafen, ist, dass ähnlich wie mit dem WWW-Redirect die Suchmaschinen ihre Rankingpunkte für ein und denselben Inhalt aufteilen und man am Ende zwar mit dem gleichen Artikel mehrmals in den Suchergebnissen gelistet ist, jedoch wird keiner dieser Artikelversion ein gutes Ranking aufweisen.

Duplicate Content Beispiel

Angenommen wir haben einen Artikel verfasst der den Titel „X und Y“ trägt und ordnen diesen unserer Kategorie „spannend“ zu.
Würden wir nun auf diesen Artikel verlinken wollen, so würden wir folgenden Link verwenden: http://www.meinblog.de/spannend/X- und-Y/

Da wir stets daran interessiert sind unser Archiv auf dem aktuellsten Stand zu halten, würden wir den Artikel nun nochmal in die Kategorie „archiv“ verschieben.
Und schon hat man ungewollt einen Duplicate Content produziert. Denn unser Artikel „X und Y“ kann nun über 2 verschiedene Adressen aufgerufen werden:


http://www.meinblog.de/spannend/X- und-Y/
http://www.meinblog.de/archiv/X- und-Y/


Für Suchmaschinen stellen diese unterschiedlichen Links, obwohl sie denselben Inhalt aufweisen, trotzdem verschiedene Seiten dar. Denn es werden beide Url-Adressen von ihnen aufgenommen und als individuell angesehen, wodurch es zum Duplicate Content Effekt kommt.

Duplicate Content Vorbeugen: Wordpress

Auch hier haben die Nutzer eines Wordpressblogs wieder leichtes Spiel. Folgende Schritte sind durchzuführen:

  • Log dich in den Admninistratorbereich ein
  • Klicke auf das Menü „Einstellungen“ und anschließen auf den Untermenüpunkt „Permalinks“
  • In den Einstellungen kannst du nun entweder eine der vorgeschlagenen Versionen für deine Url-Darstellung auswählen, oder dir deine eigene Struktur in das „Benutzerdefinierte Struktur“-Feld eintragen.
  • Solltest du eine eigene Darstellung wählen wollen, so haben sich die beiden folgenden Beispiele als sehr Suchmaschinenfreundlich herausgestellt.
    • /%category%/%postname%/
    • /%year%/%monthnum%/%category%/%postname%/
  • Als letzen Schritt bleibt uns nur noch das Abspeichern unserer Einstellungen und schon haben wir eine Sorge weniger im Kampf um das Suchmaschinenranking










Duplicate Content Vorbeugen: Alle anderen

Wenn du für deine Seite kein Content-Management-System, wie Wordpress oder Joomla, benutzt, so bleibt dir als einzige Möglichkeit deine Seite von vornherein gut durchzuplanen und dich auf eine feste Ordnerstruktur festzulegen, um Duplicate Content zu vermeiden (siehe Beispiel oben).

Broken Links – Wenn Links sterben

Broken Links beschreiben diejenigen Links, die den Besucher ins Nichts weiterleiten. Sie Schaden nicht nur der Benutzerfreundlichkeit ihrer Seite, sondern können auch ihr Suchmaschinenranking beeinflussen. Denn kaputte Links zu leeren oder nicht existierenden Seiten, werden von Suchmaschinen nämlich genauso wie alle anderen Seiten Rankpunkte zugewiesen.
Aber genau das wollen wir nicht, denn warum sollten wir unsere wertvollen Suchmaschinenpunkte auf nicht existierenden Inhalt verteilen wollen.
Deswegen ist es enorm wichtig, dass sie ihre Seite frei von kaputten Links halten. Prüfen sie in regelmäßigen Abständen, ob und wo sich Broken Links auf ihrer Seite befinden.

Tipp

Ein einfaches Tool was ihnen Zeit und Arbeit erspart gibt es hier Broken Link Checker.


Überschriftenformatierung fehlt – Nutzen sie die H1 und H2 Tags

Ein weiterer Aspekt um ihre Seite in einem besseren Suchmaschinenlicht dar stehen zu lassen, ist die Verwendung von den sogenannten Überschriftentags H1 und H2.
Wenn Suchmaschinen ihren Inhalt scannen, wollen sie Strukturen festlegen, um möglichen Suchenden genau das passende Angebot liefern zu können. Die Suchmaschinen erkennen die Gliederungspunkte in Form von Überschriften und können somit präzisere Angaben über den Inhalt ihrer Seite machen.
Auch für die Suchmaschinenoptimierung spielen diese Tags ebenfalls eine wichtige Rolle, denn sie dienen als zusätzlicher Keyword Schub und erhöhen somit ihr Ranking für bestimme Suchbegriffe.
Aslo achten sie bei ihrem nächsten Blogpost darauf, diesen in sinnvolle Abschnitte mit H1 und H2 Überschriften zu gliedern.

404 – Fehlerseiten erstellen

Fehlerseiten werden immer dann angezeigt, wenn z.B. bestimmte Links auf einen Inhalt verweisen, der für den Besucher nicht bestimmt war oder schlicht und einfach nicht existiert.
An erster Stelle sollten sie die Fehlerseiten natürlich aus Gründen der Benutzerfreundlichkeit anlegen. Denn Besucher die auf solch eine leere Seite gelangen und keine weiterführenden Informationen zu ihrer Lage erhalten, werden ihre Seite schnell wieder verlassen.
Deswegen empfiehlt es sich die Fehlerseiten so freundlich und informativ zu gestalten wie nur möglich. Fügen sie beispielsweise einen kurzen erklärenden Text ein und bauen sie Links auf Artikel oder die Hauptseite ein. Auch ein Suchfeld wäre an dieser Stelle nicht verkehrt. Sie erhöhen somit nicht nur die Chance, dass der Benutzer auf ihrer Webseite verweilt, sondern tragen auch zu ihrer Suchmaschinenoptimierung bei, da die Suchroboter nicht mehr ins „Leere“ laufen.

Tipp

Jürgen Schnick hat zwei sehr ausführliche Artikel zum Sinn und zur Erstellung von 404-Fehlerseiten geschrieben.


Meta Informationen fehlen

“Meta Information, was ist das?“
Die sogenannten Meta-Tags sind kleine Informationsschnipsel die den Inhalt einer Seite wiederspiegeln und zur Suchmaschinenfreundlichkeit und Kategorisierung der Webseite und einzelnen Unterseiten beitragen.
Es gibt sehr viele von diesen Meta-Tags, doch sollen hier nur die 3 einflussreichsten von ihnen behandelt werden.

Meta Tag : Title

Dieser Tag sollte vorrangig mit dem Titel des Artikels gefüllt werden und anschließend durch Kommata getrennte Stichwörter ergänzt werden. Dies wird auch der Titel sein der in den Suchmaschinen angezeigt wird. Übertreiben sie es an dieser Stelle also nicht mit den Keywords, 3-4 Stück reichen vollkommen aus.
Beispiel:
Warum Traffic King ist und Content die Queen : Anleitungen,Tipps,Tricks,Interviews,Geld verdienen und Tutorials für deinen Blog | Blogbetreiber.de

Meta Tag : Description

Dieser Tag sollte eine Kurzfassung des Inhaltes der zugehörigen Seite in so wenig Worten wie möglich beinhalten und wird neben dem Title Tag ebenfalls in den Suchergebnissen angezeigt. Denn eine kurze Beschreibung sorgt dafür, dass jedes einzelne Wort stärker gewichtet wird. Auch hier sollten wichtige Stichwörter nicht fehlen.
Beispiel:
Meta name=”description” content=”Der ein oder andere möchte mir bestimmt schon nach dieser Aussage am liebsten die Hände abhacken, damit ich den Artikel nicht zu Ende schreiben kann.Der Grund hierfür liegt in der Annahme, dass die meisten Leute glauben der Inhalt einer Seite allein würde ihr zu Ruhm und Ansehen im World Wide Web verhelfen.








Meta Tag : Keywords

Obwohl der Tag „Keywords“ heißt, bedeutet dies noch lange nicht, dass sie nun mit den Stichwörtern übertreiben sollen. Hier gilt ein ähnliches Prinzip wie bei dem Description Tag, weniger ist mehr.
Am besten suchen sie sich 4-7 Keywords aus die ihren Text passend ergänzen und umschreiben.


Wichtig ist an dieser Stelle noch anzumerken, möglichst alle dieser Informationen so unterschiedlich wie möglich für jede einzelne Seite ihrer Webseite zu gestalten, um Suchmaschinenblindheit auszuschließen.

Abschluss Teil 1 – Ausblick

In dem ersten Teil des Webseiten SEO-Gesundheitschecks haben wir uns mit der Weiterleitung von kaputten Links und Vermeidung von Duplicate Content beschäftigt. Auch die Wichtigkeit von Fehlerseiten, Meta Tags sowie Strukturierung der Inhalte durch Überschriften wurden angesprochen. Dabei wurde jeder Punkt auch immer unter dem Aspekt der Suchmaschinenoptimierung betrachtet und ausführlich untersucht.

Im zweiten Teil der Serie werden wir uns dann den Text- und Imagelinks, Imageoptimierung, benutzerfreundlichen Seitenadressen, dem DoFollow und NoFollow sowie der Robots.txt widmen.
Desweiteren wird auf die Verwendung und Bedeutung von interner Verlinkung sowie Sitemap und Seitenstruktur eingegangen, um dann mit dem Thema des validen und sauberen Quellcodes abzuschließen.


Ich hoffe der erste Teil der Serie hat euch gefallen. Über euer Feedback, seien es Kritik, Lob oder Fragen, in den Kommentaren würde ich mich freuen.



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